Kreativbranche & Design
Mittleres RisikoKreative Freelancer unterschätzen häufig ihr Scheinselbstständigkeits-Risiko.
Designer, Texter, Fotografen und andere Kreative arbeiten oft projektbasiert und mit klaren Ergebnissen — das ist gut. Aber auch hier gibt es Risikofaktoren, besonders bei langfristigen Agentur-Kooperationen.
Besonderheiten der Kreativbranche: - Projekte sind oft klar abgrenzbar (Vorteil) - Aber: Langfristige Agentur-Bindungen sind häufig - Kreative nutzen oft eigene Tools (Vorteil) - Gefahr: Eingliederung in Agentur-Prozesse
Typische Situation
Typisch: Designer arbeitet seit 2 Jahren für eine Agentur, nutzt deren Lizenzen, hat keine eigene Akquise.
Branchenspezifische Risiken
- ⚠Langfristige Agentur-Kooperation mit einem Hauptkunden
- ⚠Pflicht-Teilnahme an Kreativ-Meetings und Brainstormings
- ⚠Nutzung der Agentur-Lizenzen (Adobe CC etc.)
- ⚠Arbeiten unter dem Namen der Agentur (kein eigener Credit)
- ⚠Feste Deadlines die faktisch Arbeitszeiten vorgeben
Schutzmaßnahmen
- ✓Eigene Adobe CC / Figma-Lizenzen nutzen
- ✓Portfolio mit eigenem Namen pflegen, nicht nur Agentur-Arbeit
- ✓Projektverträge statt Rahmenverträge
- ✓Eigenes Impressum/Credit bei Client-Projekten
- ✓Mindestens 2-3 verschiedene Kunden parallel
- ✓Eigene Website und Marketing betreiben
Typische Probleme
- •Agentur kündigt → Freelancer steht ohne Kunden da
- •DRV-Prüfung bei der Agentur erfasst Freelancer
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Rechtlicher Hinweis
Dieses Tool stellt keine Rechtsberatung dar. Die Ergebnisse dienen ausschließlich der Ersteinschätzung und Risiko-Awareness. Sie ersetzen weder eine Statusfeststellung der Deutschen Rentenversicherung (§ 7a SGB IV) noch die individuelle Beratung durch einen Rechtsanwalt oder Steuerberater. Bei konkretem Verdacht auf Scheinselbstständigkeit sollten Sie professionelle Rechtsberatung in Anspruch nehmen.